Quelle: Kreuzer-Abteilung des DSV

(10.8.2005) Wie am 3. 8. berichtet, wurde bei der Einreise von Polen über das Frische Haff nach Baltijsk / Russland KA-Mitglied P. Diehl von der russischen Marine unter einem fadenscheinigen Vorwand festgesetzt und an der Weiterreise gehindert.

Zu diesem Vorgang nimmt der deutsche Generalkonsul wie folgt Stellung.....

....„Es tut mir leid, dass Sie nicht nur Ihr Ziel nicht erreichen konnten, sondern auch die Bekanntschaft mit unkorrekt handelnden Offiziellen machen mussten.

Grundsätzlich (und vielleicht sollten Sie auch den Deutschen Segler-Verband daran erinnern) muss leider weiterhin gelten, dass die Schifffahrtsrechte im Frischen Haff und ihre Handhabung undurchschaubar sind. Ein Vertrag zwischen der ehemaligen Sowjetunion und der damaligen Volksrepublik Polen verbot Schiffen/Booten dritter Staaten die Einfahrt in / Durchfahrt durch das Fr. Haff gänzlich. Dieser Vertrag wurde in den 90er Jahren von beiden Seiten als für die Russ. Föderation und die Republik Polen fortgeltend bestätigt. Die Tatsache, dass in letzter Zeit anscheinend gelegentlich Ausnahmen zugelassen wurden (was ich aber nicht verifizieren kann), darf nicht so verstanden werden, dass ein russ. Visum hier 'freie Fahrt' bedeutet. Hinzu kommt, dass Stadt und Hafen Baltijsk (Heimathafen der russ. Ostsee- Kriegsmarine "Baltische Flotte") nur mit einer umständlich zu beschaffenden Sondergenehmigung zu besuchen sind.

Ich kann daher bis auf Weiteres nur von dem Versuch abraten, die Stadt u./o. das Gebiet Kaliningrad auf dem von Ihnen gewählten Wege zu erreichen zu versuchen. Wer einmal in diesen 'kritischen' Bereich gerät, wird zudem immer damit rechnen müssen, dass ihm/ihr unquittierte, da natürlich unquittierbare Gebühren abgepresst werden. Es tut mir leid, dass Sie dies nun aus persönlicher Erfahrung bestätigen können.....“

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland

236000 Kaliningrad

Ulitza Demjana Bednogo 13 A

Tel.: +7-0112-326923

Fax: +7-0112-326917

info@kaliningrad.dplo.de